Wessen Gesetz ist es?

Das Gesetz Mose oder das Gesetz Jahwehs?

 

Obwohl dies richtigerweise Jahwehs Gesetz ist, nennt Jahweh es selbst das „Gesetz Mose“ (Maleachi 3:22; und auch Jahschua ha Mashiach nennt es so (Lukas 24:44). Lasst uns jedoch nicht verwirrt werden, wessen Gesetz es wirklich ist. Die Gefahr der Missdeutung der Fehlbezeichnung - „Gesetzes Mose“.

 

Nachdem zitieren zweier Satzungen aus 5.Mose 24:14-15 und aus 3.Mose 19:13, wird es meines Erachtens deutlich, die folgenden Aussagen gelten hinsichtlich aller Satzungen Jahwehs: erstens sie sind Gebote, zweitens sie sind Teil des Gesetzes Jahwehs, das von Mose in ein Buch niedergeschrieben wurde und drittens sie sind heute noch gültig.

 

Demnach haben unsere neuzeitlichen christlichen Kirchen dem „Gesetz Mose“ eine entsetzliche Fehlbezeichnung gegeben, besonders wenn sie vorgeben, dass das „Gesetz Mose“ an den Pfahl (Kreuz) genagelt wurde. Beachtet, dass Jahschua selbst dieses dementiert (Matthäus 5:17-19). Auch der Apostel Paulus bestreitet das (Römer 3:31; 7:12-13; Galater 3:21). Die Tatsache ist, dass man in der Bibel keine Aussage findet, dass irgendeine Satzung je abgeschafft wurde. Was versuchen dann die Kirchen mit solcher Behauptung zu bezwecken? Was immer ihr Ziel ist, man kann sicher sein, sie schütten am Ende das Kind mit dem Bade aus.

 

Erstens, sind die Kirchen und Gemeinschaften sich dessen klar, dass die ersten fünf Bücher unserer modernen Bibel das „Gesetz Mose“ darstellen? Die „Thora“ (in Hebräisch) und der „Pentateuch“ (in Griechisch) sind die ersten fünf Bücher der Bibel. Die Bibel gebraucht die Bezeichnung das „Gesetz Mose“, die „Thora“ und der „Pentateuch“ alle als gleichbedeutend. Diese ersten fünf „Bücher“ der Bibel, einschließlich der Gebote, wurden alle „in ein Buch“ geschrieben und an der Seite der Bundeslade aufbewahrt. Der nachfolgende Text ist der Beweis und beachtet, dass das hebräische Wort für „Gesetz“ (Strongs H8451) vom ursprünglichen Wort „Thora“ übersetzt wurde.

 

5.Mose 31:26: „Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es an die Seite der Lade des Bundes des Herrn, eures Jahwehs, dass es dort ein Zeuge sei wider dich.“

 

Wir können beim Gesetz Jahwehs nicht wählerisch sein (kategorisiert als die Gebote, die Satzungen und die Rechte – siehe 1.Mose 26:5; 3.Mose 18:4-5+26; 19:19+37; 20:8+22; 25:18; 26:3+15+43; 1.Könige 3:14; 6:12; 9:4-6; 11:11+33-34+38; 2.Könige 2:3; 17:13; 1.Chronik 28:7; 29:19; 2.Chronik 7:17+19; 19:10; Esra 7:10; Nehemia 10:30; Psalm 50:16; 89:31-32; 119:48; Jeremia 1:16; 44:10; Hesekiel 5:6-7; 10:11-16+19-22; 11:12+20; 18:9+17-21; 36:27; 37:24; 44:24; Sacharja 1:6; Maleachi 3:22). Beachtet, dass die angegebene fett gedruckte Bibelstelle eine Prophezeiung ist, die auf einen endzeitlichen Christus einschließlich allen Satzungen und Rechten als unzerstörbar hinweist. An anderen Stellen sagt Jahweh selbst, dass sein Gesetz mehr darstellt als nur die Gebote:

1.Mose 26:5: „Darum, dass Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist, und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weise und mein Gesetz.“

2.Mose 16:28: „Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch zu halten meine Gebote und Gesetze?“

 

Beachtet, dass er in diesen Versen seine Gebote und seine Gesetze getrennt aufführt. Außerdem, dass es hier um dieselbe Strongs Nummer 8451, der Thora, die ersten fünf Bücher der Bibel geht, die hier mit dem Wort „Gesetze“ übersetzt wurde. Aus dem gleichen Grund sagt Jahweh, dass der Neue Bund nicht nur die Zehn Gebote, sondern das gesamte Gesetz der Thora (H8451 im Hebräischen und G3551 im Griechischen) einschließt.

 

Jeremia 31:31-33: Vers 33 „Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein.“

 

Hebräer 8: 8-10: „Denn das ist das Testament (G1242 Bund), das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will geben mein Gesetz G3551 in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“

 

Hebräer 10:15-17: „Es bezeugt uns aber das auch der heilige Geist. Denn, nachdem er zuvor gesagt hatte; 16 „Das ist das Testament G1242 (Bund), das ich ihnen machen will nach diesen Tagen“, spricht der Herr; „Ich will mein Gesetz G3551 in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich es schreiben. 17 und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.“

So, was fliegt mit heraus, wenn man die ersten fünf Bücher der Bibel wie vorgeschlagen „an den Pfahl heftet“? Man schmeißt damit indirekt auch die 10 Gebote hinaus, die natürlich der wesentlichste Teil dieser fünf Bücher sind (in 2.Mose 20 und 5.Mose 5). Demnach wäre auch das nicht Befolgen der folgenden Satzungen keine Sünde mehr, obwohl die Liste nicht vollständige ist.

- Hinzufügen oder wegnehmen vom Gesetz Jahwehs: 5.Mose 4:1-2; 13:1;

- Jahwehs Satzungen und Rechte missachten: 3.Mose 18:4-5; 20:8; 25:17-18; Mose 4:5-6; 4:12-14

- Das Essen von tierischen Fetten: 3.Mose 3:16; 7:23-24;

- Das Essen von Blut: 3.Mose 3:17; 7:26-27; 17:13-14; 19:26;

- Das Essen des Fleisches unreiner Tiere, z.B. Schweinefleisch etc.: 3.Mose 11:4-7

- Das Essen des Fleisches von verendeten oder zerrissenen Tieren: 3.Mose 17:15-16;

- Das Trinken von Alkohol, wenn ihr in die Hütte des Stifts geht: 3.Mose 10:9-11;

- Das Anschauen von Nacktheit und Pornographie: 3.Mose 18:6-19; 20:19-21;

- Über Vergewaltigung: 3.Mose 19:20;

- Über Inzest: 3.Moses 20:10-12; 20:13-17;

- Über Unzucht: 3.Mose 18:20; 19:20;

- Über Homosexualität: 3.Mose18:22; 20:13-17;

- Bestialität, Sodomie: 3.Mose 18:23-24;

- Kinder den Götzen zu opfern: 3.Mose 18:21; 20:2-5;

- nicht Zahlung zeitgemäßen und rechtmäßigen Lohnes: 3.Mose 19:13;

- Selbstsucht den Armen gegenüber: 3.Mose 19:9-10; 19:15; 25:35-37;

- Die Behinderten schroff behandeln noch zu verspotten: 3.Mose 19:14

- Den Älteren Ehrfurcht erweisen: 3.Mose 19:32

- Verwerfung der Fremdlinge: 3.Mose 19:33-34;

- Klatsch: 3.Mose 19:16;

- Groll und Rache gegen den Nächsten: 3.Mose 19:17-18;

- Wahrsagerei, Zauberei und Horoskope: 3.Mose 19:26;

- Das Schneiden der Haare und des Bartes: 3.Mose 19:27;

- Das Ätzen von Bildern oder Schriftzeichen in die Haut: 3.Mose 19:28;

- Das Verkaufen deiner Tochter als Prostituierte: 3.Mose 19:29;

- Das Versuchen mit den Toten Kontakt aufzunehmen: 3.Mose 19:31; 20:6:

- Gewissenslose Geschäftsgebaren: 3.Mose 19:35-37;

- Die Nachahmung weltlicher Sitten und Gebräuche: 3.Mose 20:23;

- Den Sabbat ignorieren: 3.Mose 23:1-3;

- Das Passahfest (heute das Abendmahl) ignorieren: 3.Mose 23:4-8;

- Das Fest der ungesäuerten Brote zu ignorieren: 3.Mose 23:10-11;

- Das Essen von Sauerteig während des Festes der Ungesäuerten Brote: 3.Mose 23:14;

- Das Fest der Wochen zu ignorieren (heute Pfingstfest): 3.Mose 23:16,21;

- Das Fest der Trompeten zu ignorieren: 3.Mose 23:24-25;

- Den Tag der Versöhnung zu ignorieren: 3.Mose 23:29-32;

- Das Fest der Laubhütten zu ignorieren: 3.Mose 23:34-44;

- Das Töten von Tieren als Sport: 3.Mose.24:18;

- Dem Land nicht seine Ruhe zu geben (Sabbatjahr): 3.Mose 25:1-7; 8-17; 20-22;

- Und noch viel, viele mehr.

 

Beachtet, dass Jahweh es vorhatte nicht nur selbst die Worte der Zehn Gebote zu sprechen, sondern auch alle Worte der Satzungen und Rechte. Jedoch das Volk wollte nicht, dass der Herr weiterredet (2.Mose 20:19) und flehte Mose auf den Berg zu steigen (5.Mose 5:23-27) um die restlichen Worte (5.Mose 5:28-33) von den Lippen Mose zu hören. Besonders der 31. Vers sollte beachtet werden.

 

5.Mose 5:31: „Du aber sollst hier vor mir stehen, dass ich mit dir rede, alle Gesetze und Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, dass sie darnach tun in dem Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen.“

 

Ich bin sicher, dass das Abtun des Gesetzes Jahwehs nichts anderes ist als eine Täuschung Satans. So, woher haben die Kirchen diese Täuschung, dass das Gesetz Mose ans Kreuz genagelt wurde? Lasst uns das lesen:

Kolosser 2:13-17: 13 „Und er hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot wart in den Sünden und in eurem unbeschnittenen Fleisch; und hat uns geschenkt alle Sünden

14 und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet. 15 und hat ausgezogen die Fürstentümer und die Gewaltigen und sie zur Schau getragen öffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst.

16 So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate;

17 welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war; aber der Körper selbst ist in Christo.“

Die erste Frage, welche beantwortet werden muss, ist: „sind irgendwelche Gesetze Jahwehs, oder Teile des Gesetzes, gegen uns?“ Nein, auf keinen Fall, denn wenn man das sagt, dann sagt man damit, dass Jahweh selbst gegen uns ist (Johannes 3:16-17; 2.Timotheus 1:7-9) – da ja seine Gesetze Ausdruck seines Charakters sind und er ist die Liebe (1.Johannes 4:8; 5:3). Jedoch sind Jahwehs Gesetze Zeugen gegen uns (5.Mose 31:26), denn das Gesetz wurde gegeben, um uns unsere Sünden zu zeigen (Römer 3:20). Wenn wir nichts haben, um uns zu zeigen, dass wir sündhaft sind, dann erkennen wir nicht unser Bedürfnis nach einem Erlöser (Apostelgeschichte 4:10-12). Was gegen uns ist, ist der niedergeschriebene Bericht unserer Sünden (5.Mose 31:28-29) – und dieser Bericht steht im Gegensatz zu dem Zeugnis des Gesetzes. Der erste Teil von Kolosser 2:13 bringt das klar zum Ausdruck. Und die Verse 14 und 15 sagen uns, dass das Opfer Jahschuas es möglich gemacht hat, dass dieser Bericht oder Schuldschein unserer Sünden ausgetilgt wurde; das meint, er zeugt nicht weiter gegen uns, und wir stehen nicht mehr unter der Strafe des zweiten Todes (2.Timotheus 1:8-10)

Lasst uns diese Verse Kolosser 2:16-17 aus der Luther-Bibel lesen:

16 „So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate;

17 welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war; aber der Körper selbst ist in Christo.“

Lasst uns den Text näher betrachten, in dem wir zuerst die Begriffe (wie: Speise, Trank, Feiertage, Neumonde, Sabbate) aus der Aufzählung herausnehmen, damit der Satz einfacher wird.

 

Luthers Übersetzung würde so aussehen: „So lasset nun niemand euch Gewissen machen ... aber der Körper selbst ist in Christo.“

Die Menge Übersetzung würde so aussehen: „Darum soll niemand ... absprechende Urteile über euch abgeben ... das leibliche Wesen dagegen gehört Christus an.“

 

Wenn man ehrlich ist, dann machen diese Sätze keinen rechten Sinn!

Um was geht es hier eigentlich? Der einzige rechtmäßige Richter für einen Christen ist erstmals Christus selbst (durch sein Wort) und zweitens der Körper (der Leib) Christi. Und wer ist der Leib Christi? 1.Korinther 12:27 sagt ganz deutlich: „Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil.“

Der Leib oder der Körper Christi ist die „Gemeinde“. Wenn wir jetzt die Verse in Kolosser 2:16-17 mit dieser Erkenntnis lesen, dann macht es einen Sinn:

„Lasst euch von niemanden (von keinem Menschen) richten, oder ein Gewissen machen ... sondern vom Leib Christi, seiner Gemeinde.“

 

Eigentlich gibt es noch eine weitere Auslegung über den Leib Christi, und zwar in Johannes 6:53-58 (Menge):

53 „Da sagte Jesus zu ihnen „wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch; 54 wer mein Fleisch isst, und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer mein Fleisch isst, und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich mein Vater, der das Leben in sich trägt, gesandt hat und ich Leben in mir trage um des Vaters willen, so wird auch der, welcher mich isst, das Leben haben um meinetwillen. 58 Von solcher Beschaffenheit ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; es ist nicht von der Art, wie die Väter es gegessen haben und gestorben sind; nein, wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.“

 

In den späteren Versen (Vers 63) erklärt Jahschua die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.“ Jahschua ist das Wort (Johannes 1:1-3,14), und so wie Johannes das kleine Buch essen sollte (Offenbarung 10:1-2,8-9), so sollen wir symbolisch das Wort Jahwehs essen als einen wesentlichen Teil unseres täglichen Lebens. (So wie das Blut das Fleisch ernährt, so wurde Jahschua durch den heiligen Geist gespeist, und der heilige Geist inspirierte das Wort Jahwehs, das Blut Jahschuas zu trinken ist das Symbol vom heiligen Geist erfüllt zu sein). Um zu Kolosser 2:16-17 zurückzugehen, werden wir von den Vorschriften oder Richtlinien des Wortes Jahwehs gerichtet und nicht von irgendwelchen Menschen oder deren Lehren.

 

Ein weiterer Punkt in Kolosser 2:16-17 Menge ist der kurze Satz: „Darum soll niemand um Speisen und Getränke willen oder in Bezug auf Fest- oder Neumonds Feier oder Sabbate absprechende Urteile über euch abgeben; Diese Dinge sind ja doch nur der Schatten von dem in der Zukunft Kommenden. Das ist die richtige Übersetzung des griechischen Text. Luther übersetzte nämlich diesen Text als „welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war“ (Vergangenheit), was nicht stimmt.

Die richtige Übersetzung ist also „Schatten von dem in der Zukunft Kommenden.“ Das ist ein großer Unterschied und meint demnach, dass die im 16. Vers aufgeführten Dinge Schatten von etwas sind, das noch in der Zukunft liegt! Was sagte Jahschua?

 

Matthäus 5:17-18: „Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn ich sage euch wahrlich: Bis dass Himmel und Erde zergehen, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis dass es alles geschehe.“

Da diese Schatten kommende Dinge darstellen, bedeutet es, dass sie noch nicht alle erfüllt, sondern noch bindend sind! Diese Verse sagen nicht, dass das Gesetz Mose ans Kreuz geheftet wurde, sondern dass das ganze Gesetz Mose immer noch bindend ist und dass nur der Schuldschein an den Pfahl geheftet wurde. Beachtet, dass es hier um das Gesetz Mose geht.

 

Von wo könnten die Kirchen diese Irrlehre, dass das Gesetz Mose durch das Opfer Jahschuas ans Kreuz geheftet wurde, ableiten?

 

Von Epheser 2:13-17:

13 „Nun aber seid ihr, die ihr in Christo Jahschua seid und weiland ferne gewesen, nahe geworden durch das Blut Christi. 14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, indem er durch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft (zwischen Juden und Heiden), 15 nämlich das Gesetz, so in Geboten gestellt war, auf dass er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schüfe und Frieden machte, 16 und dass er beide versöhnte mit Jahweh in einem Leibe durch den Pfahl und hat die Feindschaft (zwischen Juden und Heiden) getötet durch sich selbst. 17 Und er ist gekommen, hat verkündigt im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren.“

 

Beachtet die in Klammern enthaltenen Erklärungen, um was es hier eigentlich ging. Das spürbare Problem finden wir am Ende von Vers 14 und am Anfang von Vers 15: „indem er durch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft, nämlich das Gesetz, so in Geboten gestellt war“.

Menge bringt es noch etwas besser zum Ausdruck: „er, der ... die Feindschaft weggeräumt hat, nachdem er durch (die Hingabe) seines Leibes das Gesetz mit seinen in Satzungen gefassten Geboten beseitigt hatte.“

 

Wir müssen uns jetzt fragen, was endete durch das Opfer Christi am Kreuz? Erstens endete die Trennung oder Feindschaft zwischen Juden und Heiden. Das machte es für den Heiden möglich in den wahren Ölbaum eingepfropft und dadurch ein geistlicher Jude zu werden (Römer 11:17). Aber mehr auf den wahren Grund zu kommen, welches „Gesetz mit seinen in Satzungen gefassten Geboten“ hatte Christus aufgehoben? Das können nicht alle Satzungen sein, denn sonst wären wir wieder da, wo es heißt „ohne Gesetz gibt es keine Sünde“ (Römer 7:7) und ohne Sünde bräuchten wir keinen Erlöser. Außerdem hat der Apostel es uns auferlegt die Satzungen und Ordnungen zu halten und sie auch selbst gehalten. Das Wort hier als Satzungen wurde im Englischen (KJV) als „ordinance“ Ordnung oder Verordnung übersetzt.

 

Römer 13:1: „Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Jahweh; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Jahweh verordnet. 2 Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Jahwehs Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.“

 

1.Korinther 11:1-2 (Menge) „Nehmt mich zum Vorbild, gleichwie ich meinerseits dem Vorbild Christi nachfolge! 2 Ich erkenne es aber lobend bei euch an, dass ihr in allen Beziehungen meiner eingedenk seid und an den Überlieferungen (oder Weisungen im Englischen „ordinances“) festhaltet, wie ich sie euch mitgeteilt habe.“

 

Da Jesus das größte Opfer war, sollte es augenscheinlich sein, dass sein Opfer am Pfahl das Opfersystem, das aus Verordnungen bestand, ersetzte, denn die Schlacht- und Speisopfer (Daniel 9:27) hatten keinen anderen Zweck als nur auf ihn als das endgültige Opfer hinzuweisen.

 

Beachtet, dass das Opfer Jahschuas keines der anderen Gesetze Jahwehs abtat oder ungültig machte, denn wenn sein Kreuzestod das getan hätte, würde Jahschua durch seine Worte in Matthäus 5:17-18 als Lügner betrachtet werden. Deshalb hat sein Opfer weder die Zehn Gebote, die Satzungen noch die Rechte abgetan. Laut 3.Mose 23:2-3 schließen die Satzungen den Sabbat des Siebenten Tages ein. Sein Opfer hebt auch nicht die Festtage auf. Bei den von Jahweh festgesetzten Festen ging es nicht um Tieropfer, welche an diesen Tagen gebracht wurden, sondern sie waren und sind Gedenktage, die zurück und vorwärts weisen als „Schatten guter Dinge“ die noch vor uns liegen.“ (Kolosser 2:16-17 Menge)

Manchmal müssen wir von menschlichen Traditionen, die uns gelehrt wurden, Abstand nehmen. Wie die edlen Beröaner (Apostelgeschichte 17:10-13) müssen wir die Schriften studieren und nicht verdrehen, um die Wahrheiten zu finden, die dort versteckt liegen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Bibel als Ganzes sich nicht widerspricht. Es gibt außerdem viele Bibelstellen, welche klar aussagen, dass Jahwehs festgesetzte Festzeiten denselben Anfang (z.B. 1.Mose 1:14) und dasselbe Ende (z.B. Matthäus 5:17-19) haben, wie alle anderen seiner Gesetze. Seine Feste, auf der anderen Seite, können nicht einfach mit anderen Festen ersetzt werden, weil sie viel mehr versinnbildlichen als nur auf Christi Opfer hinzuweisen. Diese Feste stellen Prophezeiungen dar, die den ganzen Erlösungsplan umspannen und werden nicht gänzlich erfüllt sein, bis Satan und seine Engel vernichtet und die Erde neu erschaffen ist.

 

Ich schweife jetzt etwas vom Thema ab und wende mich direkt zu den jährlichen Festen hin. Der Grund besteht darin, dass ich den deutlichen Eindruck habe, dass der Hauptgrund „das ganze Gesetz Mose“ ans Kreuz zu heften darin besteht, um Jahwehs Feste aus dem Weg zu räumen. Auch die Einordnung der Festtage in das (Zeremonial) Gesetz scheint eine Entschuldigung dafür zu sein, diese als ungültig zu betrachten. Aus der Sicht Satans kann ich das verstehen, da diese Festzeiten vom Plan der Erlösung zeugen und darüber prophezeien. Jedoch kann ich das nicht aus der Sicht der Kirchen verstehen.

Hier folgen Beweise, dass diese noch nicht gänzlich erfüllt sind.

 

Das Passahfest. Dieses Fest fand seine erste Erfüllung beim Auszug aus Ägypten. Die letzte Plage über Ägypten kam nicht auf jene, die das Blut des Lammes an den Türpfosten ihrer Häuser angebracht hatten. Die zweite Erfüllung fand statt als der Messias, das wahre Passahlamm Jahwehs sein Blut am Pfahl vergoss. Die dritte Erfüllung dieses Festes wird während der Endzeitereignisse stattfinden, wenn die letzten Plagen über die Welt hinweggehen, und jene nicht berührt werden, die das Blut des Lammes an die Türpfosten ihrer Herzen angebracht haben.

 

Das Fest der ungesäuerten Brote. Dieses Fest prophezeit das Ausscheiden der Sünde aus unserem Leben. Es fand seine erste Erfüllung, als Jahweh sein Volk von der ägyptischen Sklaverei befreite. Die zweite Erfüllung fand statt, als der Messias am Pfahl den Preis bezahlte, um sein Volk aus der Knechtschaft der Sünde freizukaufen. Die Kreuzigung Jahschuas war die Verheißung einer zukünftigen buchstäblichen Erfüllung, wenn sein Volk aus der Knechtschaft der Sünde für ewig befreit sein wird.

 

Das Fest der Erstlingsfrucht. Das Fest der Erstlingsfrüchte erfüllte sich das erste Mal, als die Gräber sich am Tage der Kreuzigung öffneten (Matthäus 27:50-53) und Jahschua diese auferstandenen Heiligen als Erstlingsfrüchte nach seiner Auferstehung am ersten Tag der Woche seinem Vater präsentierte. Dieser Sonntagmorgen war das Fest der Webegarbe und Jahschua präsentierte seine Webegarbe (die auferstandenen Heiligen) seinem Vater genauso wie der symbolische Dienst im irdischen Heiligtum stattfand.

 

Das Pfingstfest. Die erste Erfüllung fand statt, als Jahweh seinem Volk das Gesetz auf dem Sinai gab und die Zehn Gebote mit seinem Finger auf die steinernen Tafeln eingravierte. Das zweite Mal erfüllte es sich, als der Frühregen zu Pfingsten auf seine in Jerusalem versammelten Jünger ausgegossen wurde. Jedoch in Joel 3:1-4 wird prophezeit, dass diese Ausgießung in der Form des Spätregens am Ende stattfinden wird. Maleachi 3:22-24 prophezeit die Botschaft des Elia: Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, welche die Herzen der Kinder zu den Festen der Väter kehren wird.

Das Fest der Trompeten. Dieses Fest ist die Prophezeiung einer Warnung des unmittelbar bevorstehenden Gerichtes. Steht uns nicht noch ein weiteres Gericht bevor? So scheint es, dass diese Ankündigung an einem buchstäblichen Fest der Trompeten stattfinden wird.

Der Versöhnungstag. Das Fest prophezeit die Zeit, dass wir unsere Seelen vor dem Herrn kasteien sollen. Das erste Mal erfüllte sich dieses am Berg Sinai. Das zweite Mal erfüllte es sich während der Fleischwerdung Christi. Seine Wiederkunft könnte an einem Versöhnungstag stattfinden

Das Laubhüttenfest. Dieses Fest prophezeit über Jahwehs Verlangen unter uns, unter seinem Volk, zu wohnen. Das geschah das erste Mal in der Wüste. Es geschah das zweite Mal bei seiner Menschwerdung. Das dritte Mal wird mit der Wiederkunft zusammenhängen.

Der letzte große Tag des Herrn. Das ist der achte Tag des Laubhüttenfestes. Könnte es sein, dass das Hochzeitsmahl des Lammes am letzten großen Tag des Laubhüttenfestes stattfinden wird?

 

Es ist eine traurige Angelegenheit, dass uns als Glaubenskinder alle diese wichtigen Informationen, die für unsere Erlösung wichtig sind, verlorengingen. Das bedeutet nicht, dass es unbedingt eine Erlösungsfrage ist. Eine Verwerfung dieser Wahrheiten deutet an, dass bei solchen Menschen etwas mit der Verbindung zu Jahschua nicht stimmt. Schließlich hatte Jahschua den zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus seine Mission erklärt, indem er von Moses und allen Propheten anfing und ihnen alle Schriften auslegte, die von ihm sprachen. (Lukas 24:27) Wie viel mehr prophezeien und zeugen seine Feste von Ihm und dem großen Erlösungsplan.

 

Um dieses noch einen Schritt weiterzuführen, viele Kirchen haben sich über die Aussage der Katholischen Kirche, sehr geehrt gefühlt den Lehren der Bibel gefolgt zu sein. Eines Tages jedoch wird die Katholische Kirsche diese Kirchen vor der ganzen Welt beschämen, dass sie Töchter der Mutterkirche geworden sind. Die Katholische Kirche wird richtigerweise der Welt mitteilen, dass sie, die Mutterkirche für die Abschaffung der biblischen Feste verantwortlich ist, denn es gibt keinen biblischen Beweis dafür und hat ihre eigenen Festtage an ihrer Stelle eingeführt.

Wie viele Kirchen halten St. Valentins-Tag, St. Patricks-Tag, Ostern, Halloween, Weihnachten, Erntedankfest usw., die von der Katholischen Kirche eingesetzt wurden und vollkommen heidnisch sind. Vielleicht wartet die Katholische Kirche darauf, dass die Kirchen eine offizielle Stellung einnehmen, dass die von Jahweh eingesetzten Festtage am Kreuz endeten und nicht Teil ihrer Lehren sind.

 

Dann kann die Katholische Kirche aufspringen und jubeln!